Diese Investition zahlt sich aus
Effiziente Fernwärme-Solarthermie-Kombination von Junkers senkt die Nebenkosten in Saarbrücker Mehrfamilienhaus
Solarthermie lässt sich auch bei Mehrfamilienhäusern wirtschaftlich und effizient in das Heizsystem einbinden – das zeigt ein Beispiel der Immobiliengruppe Saarbrücken. Ein Gebäude mit insgesamt 21 Zwei- und Dreizimmerwohnungen war in die Jahre gekommen, die Folge waren steigende Leerstände. Die Verantwortlichen des städtischen Immobilienunternehmens entschlossen sich deshalb zur Modernisierung vom Keller bis zum Dach. „Wir betrachten jede Modernisierungsmaßnahme auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten“, sagt Klaus Jungmann, Prokurist und Abteilungsleiter Bauunterhaltung bei der Immobiliengruppe. „Jede Investition muss sich langfristig rechnen, und der Mieter darf nicht über Gebühr belastet werden.“ Denn attraktive und bezahlbare Wohnungen, auch für künftige Generationen – das ist der Anspruch des größten Immobilienunternehmens im Saarland.„Die Wohnungen in der Hochstraße eignen sich hervorragend für Alleinstehende oder auch für junge Paare. Die Nebenkosten sind für diese Zielgruppen ein entscheidendes Auswahlkriterium“, sagt Jungmann. Deshalb war der Immobiliengruppe Saarbrücken ein wirtschaftliches Heizsystem besonders wichtig. Ursprünglich war geplant, Heizung und Warmwasserversorgung ausschließlich über Fernwärme abzudecken. In enger Zusammenarbeit mit Junkers, einer Marke von Bosch Thermotechnik, entstand die Idee, auch regenerative Energieträger einzubinden – und damit die Abhängigkeit vom Versorgungsunternehmen deutlich zu reduzieren.
Unterstützung vom Dach
Speziell für Mehrfamilienhäuser bietet der Thermotechnik-Spezialist ein Solarthermie-Großanlagenkonzept, mit dem sich Solarenergie mit nahezu jedem anderen Energieträger kombinieren lässt. Herzstück ist das sogenannte Large Solar System (LSS). Als Energiezentrale fasst es im Keller des Saarbrücker Mehrfamilienhauses die unterschiedlichen Energieträger zu einem Gesamtsystem zusammen. „Die Idee, solare Energie mit Fernwärme zu kombinieren, hat uns überzeugt, weil bei dieser Lösung das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt“, sagt Wolfgang Frisch, Leiter Projektsteuerung Technik bei der Immobiliengruppe Saarbrücken.
Maximaler Solarertrag
Junkers empfahl der Immobiliengruppe das LSS-TC, ausgelegt auf bis zu 30 Wohneinheiten. Das LSS nutzt die Kraft der Sonne sowohl zur Warmwasserbereitung als auch zur Heizungsunterstützung. Der Installation gingen ausführliche Simulationen voraus. Die 13 Kollektoren auf dem Flachdach haben eine Gesamtfläche von mehr als 30 Quadratmetern. Sie sind exakt nach Süden ausgerichtet und liefern dadurch einen größtmöglichen Solarertrag. Bei der intelligenten Regelungstechnik gilt das Prinzip „Verbrauch vor Speicherung“. Das heißt: Je nach aktuellem Wärmebedarf und Wetter wird die Sonnenenergie zunächst da genutzt, wo am meisten gespart werden kann. Erst wenn aktuell kein Bedarf besteht, wird einer der beiden 850-Liter-Pufferspeicher von Junkers beladen. Nur wenn die Solarenergie nicht ausreicht, wird über den Fernwärmeanschluss nachgeheizt.
Das Ergebnis: Dieses intelligente Zusammenspiel senkt den Energieverbrauch deutlich. Das Gebäude benötigt rund 13,5 Megawattstunden an Fernwärme pro Jahr weniger. Die Mieter profitieren deshalb von geringeren Nebenkosten für Heizung und Warmwasser. Die Immobiliengruppe kann nach der Modernisierung ein attraktives Gesamtpaket bieten – nicht zuletzt aufgrund des neuen Heizsystems. Und das macht sich bereits bemerkbar: Alle Wohnungen sind wieder vermietet.
Jens Mischke
E-Mail: jens.mischke@de.bosch.com
Foto: Junkers

