Schwerpunktthema

Vier Monate WEG-Reform

Ein erstes Resümee

 

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Interview mit Dr. Andreas Lenz MdB

Das GEIG und die Elektromobilität

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Ein Auszug aus der neuen BVI WEG-Broschüre

Das neue WEG

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Ein technischer Rundumblick

Die virtuelle ETV

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Erfahrungsberichte und aktueller Stand

Auch wenn der Termin, von dem an der Anspruch auf die Bestellung eines zertifizierten Verwalters besteht, um ein Jahr auf den 1. Dezember 2023 verschoben wurde (Bundestag-Drucksache 20/3584), bieten einzelne Industrie- und Handelskammern eine Prüfung an, und sämtliche Vorbereitungskurse laufen auf Hochtouren.

Ein Gastbeitrag von Oliver Wittke

Dieser Dezember ist der Monat des großen Jubiläums: Am 8. Dezember 2021, vor genau einem Jahr, wurde Olaf Scholz (SPD) mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP zum Kanzler gewählt. Anlass also für einen kühlen Blick auf den Ertrag. Was hat diese bundespolitische Premiere, was hat ein Jahr Ampelkoalition für die Wohnungs- und Baupolitik gebracht?

Es sind unruhige Zeiten für Eigentümer und Verwalter von Immobilien. Die durch den Ukraine-Krieg
 verursachte Energiekrise und die Reaktionen des Gesetzgebers darauf erfordern einiges an 
Aufmerksamkeit. Die Rechtslage ändert sich sehr schnell, wie zuletzt die kurzfristig eingeführte und dann gleich wieder abgeschaffte Gasbeschaffungsumlage gezeigt hat.

In den vergangenen Ausgaben hatten wir wiederholt 
über den zertifizierten Verwalter berichtet. Bekanntlich wurde mit der Novellierung des Wohnungseigentumsgesetzes 
(in Kraft seit 1. Dezember 2020) geregelt, dass jeder 
Wohnungseigentümer vom 1. Dezember 2022 an einen 
Anspruch auf die Bestellung eines zertifizierten Verwalters hat.

Viele versuchen – angefeuert durch Aufrufe aus Politik, Energiewirtschaft und Medien – den Energieverbrauch und damit die Kosten zu senken. Der Wunsch nach Energieeinsparung macht dabei auch vor dem Trinkwasser nicht Halt.

Forderungsmanagement

Abrechnungen erstellen, Zahlungen korrekt zuordnen und verbuchen, Kontenklärungen und schließlich offene Posten richtig erstellen – damit fängt das Forderungsmanagement bei Miet- und WEG-Verwaltungen bereits an. Spannend wird es, wenn Sand ins Getriebe gerät: Ein Zahlungsverpflichteter (Mieter oder Eigentümer) zahlt verspätet, gar nicht oder nur teilweise. An dieser Stelle zeigt sich, wie gut Folgeprozesse strukturiert sind.

Klimaneutraler Hitzeschutz in Bestandsgebäuden

Es wird immer heißer in den Städten – der Temperaturunterschied zwischen Stadt und Land beträgt mittlerweile bis zu zehn Grad. Klimaneutraler Hitzeschutz im Gebäudebestand wird deshalb immer mehr zu einem Thema, mit dem sich Verwalter intensiv auseinandersetzen 
müssen. Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann und Prof. Dr.-Ing. Jens Bolsius, die zur Hitzeanpassung urbaner Gebäude- und Siedlungsstrukturen an der Hochschule für Technik und 
Wirtschaft Dresden forschen, erklären im Interview mit dem BVI-Magazin, was es mit 
dem städtischen Wärmeinseleffekt auf sich hat, warum in Gebäuden der Luftwechsel in 
der Nacht so wichtig ist und weshalb nicht jede Schutzmaßnahme für jede Jahreszeit gleichermaßen geeignet ist.

So weit sind wir schon: Verwalter trennen sich mittlerweile eher mal von einem Kunden, als zu riskieren, Mitarbeiter mit unangenehmen Eigentümergemeinschaften zu frustrieren. Der Wettbewerb um Fachkräfte tobt – wir müssen handeln!

Gewerbemietrecht und Mängelgewährleistung

Mehr als 18 Monate haben sich die Aufsätze der Fachliteratur überschlagen und es hat sich die Instanzrechtsprechung an der Frage abgearbeitet, welche Rechtsfolge eine pandemiebedingte Schließungsanordnung nach sich zieht. Bis zum Reichsgericht zurück wurde recherchiert. Seit Anfang 2022 liegen nun auch Entscheidungen des für die Gewerberaummiete zuständigen 
XII. Zivilsenats des BGH dazu vor (vgl. etwa BGH XII ZR 8/21; BGH XII ZR 17/21; BGH XII ZR 36/21). Was wissen wir? Und was wissen wir nicht?

Viele Eigentümer, Beiräte und Verwalter sehen die Meinung „Es gibt keinen Datenschutz in der WEG!“ als Freibrief für den Umgang mit personenbezogenen Daten einer Gemeinschaft der Wohnungseigentümer (GdWE). So werden Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Kontoauszüge, Einzelabrechnungen, Fotos und andere Dokumente beispielsweise auf Onlineportalen abgelegt.