BVI-Magazin 01/2020

Energetische Sanierungen im Gebäudebestand - Die Rolle von Verwaltern

Sanierungsprojekte in Mehrfamilienhäusern stellen Eigentümer und Mieter vor besondere Herausforderungen. Gefragt sind in den häufig konfliktreichen Situationen vor allem Immobilienverwalter, als Mittler zwischen verschiedenen Interessen genauso wie in ihrer Rolle als Infortmationsträger und Organisator. ...

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Vom Minderungs- bis Zurückbehaltungsrecht

Bestehen an dem Mietgegenstand Mängel, die der Mieter selbst nicht zu vertreten hat und bei denen es sich um Folgen vertragsgemäßer Nutzung handelt, so ist der Vermieter zu deren Beseitigung verpflichtet. Führt ein solcher Mangel zu einer mehr als unerheblichen Beeinträchtigung des vertragsgemäßen Gebrauches, so tritt ein Minderungsrecht hinzu. Jenes Minderungsrecht wird als Druckmittel flankiert von einem dieses übersteigenden Zurückbehaltungsrecht, mit dem der Vermieter zur Mängelbeseitigung angehalten werden soll. Die Höhe des Zurückbehaltungsrechtes soll dabei von den Tatumständen des Einzelfalls abhängen und in einem angemessenen Verhältnis zum Mangel stehen (vgl. BGH VIII ZR 288/14).

Bei Mieterhöhung nach einer Modernisierung

Nach § 559 BGB ist der Vermieter nach Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen berechtigt, die jährlichen Miete um 8 Prozent der für die Wohnung aufgewendeten Kosten zu erhöhen. Die Mieterhöhung ist ausgeschlossen, soweit sie auch unter Berücksichtigung der voraussichtlichen künftigen Betriebskosten für den Mieter eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist. Letzteres gilt jedoch nicht in jedem Fall. Wenn der Vermieter die Arbeiten nicht zu vertreten hat oder nur einen üblichen Zustand herstellt, ist der Mieter mit dem Einwand der Härte ausgeschlossen.

Der BVI e.V. lobt drei Stipendien an der Hochschule HAM aus

Erfolgreiche Unternehmen brauchen begeisterte Mitarbeiter und Führungskräfte. Deswegen haben der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter e.V. und die HAM Hochschule für angewandtes Management drei Stipendien für einen Masterstudiengang mit dem Branchenfokus „Immobilienwirtschaft“ im Wert von jeweils fast 9.000 Euro ausgelobt.

AG Moers, Urteil vom 11.07.2019 – 564 C 9/19

Aus der Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht kann zwar eine Schadensersatzpflicht des WEG-Verwalters gegenüber einem Wohnungseigentümer folgen, z. B. wenn dieser eine zum Gemeinschaftseigentum gehörende Treppenanlage hinabgestürzt ist und sich schwer verletzt hat, ABER oft rettet die Ortskenntnis des selbstnutzenden verunfallten Wohnungseigentümers den Verwalter.

Wie Mikroorganismen die Rohre freihalten

Ob im Einfamilien- oder im Hochhaus, überall kommen organische Stoffe wie Fette, Fäkalien oder Essensreste in die Abwasserrohre. Diese führen häufig zu Verstopfungen, vor allem, wenn zusätzlich noch Materialien wie z.B. Feuchttücher in die Rohre gespült werden.

Kolumne des Vorstands - Herausforderungen meistern!

Wer in unserem Land Mitglied einer Gemeinschaft werden möchte, braucht Sachverstand oder Talent. Idealerweise sogar beides. Leidenschaft zählt auch. Irgendetwas aber braucht man. Möchte man beispielsweise dem Golfsport frönen, erwartet die Gemeinschaft sogar einen besonderen Nachweis – die Platzreife.

Grenzen der Eigentümerrechte

Bei dem Recht auf Einsichtnahme in die Verwaltungsunterlagen der Wohnungseigentümer handelt es sich um einen Individualanspruch, den ein jeder Wohnungseigentümer ohne Ermächtigung der übrigen und ohne vorherige Beschlussfassung geltend machen kann (BGH, Urteil v. 11.2.2011, V ZR 66/10, NJW 2011 S. 1137). Ein Einsichtsrecht hat auch der ausgeschiedene Wohnungseigentümer (KG Berlin, Beschluss v. 31.1.2000, 24 W 601/99, ZMR 2000 S. 401).

Was die Immobilienbranche dagegen tun kann

80 Prozent der Bauunternehmen sehen laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag den Fachkräftemangel als größtes Risiko für wirtschaftlichen Erfolg. Auch Immobilienverwalter und Wohnungsunternehmen kämpfen um Mitarbeiter. Um die besten Köpfe für Ihr Unternehmen zu gewinnen, müssen Sie sich jetzt strategisch überlegen, wie Sie als Arbeitgeber attraktiv bleiben.

Praktische Lösungen für schwierige Fälle

Vor mehr als einem Jahr sind die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das neue Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) in Kraft getreten. Als europaweite Verordnung beinhaltet die DSGVO Öffnungsklauseln, wodurch einzelne Mitgliedsstaaten gewisse Bereiche durch ein nationales Datenschutzgesetz (eben das BDSG) definieren und entsprechend erweitern können.

Auch im Urlaub

Mit der Übergabe des Mietobjekts an den Mieter treffen diesen Obhutspflichten für die Mietsache (nicht zuletzt BGH, Urteil vom 14.12.2016, Az. VIII ZR 49/16). Zu diesen Pflichten gehört es auch, Mängel unverzüglich anzuzeigen und Schäden, wie das Einfrieren der Heizung, zu verhindern. Das bedeutet aber nicht, dass sich Mieter ununterbrochen in ihren Räumen aufhalten müssen. Wie können Mieter aber ihre Obhutspflichten ausüben, wenn sie für längere Zeit abwesend sind?