Bei Nichtbeachtung drohen Bußgelder

Arbeitsschutz für gesündere und zufriedenere Mitarbeiter

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) zielt darauf ab, gesündere und zufriedenere Mitarbeiter und damit ein gutes Betriebsklima zu schaffen. Unternehmen, die die einschlägigen Vorschriften des Gesetzes missachten, drohen Strafen. Sie sollten sich deshalb frühzeitig mit den Vorschriften zur Arbeitssicherheit vertraut machen.

Arbeiter, die bis zur Erschöpfung schuften und mit Mitte 40 schwere körperliche Schäden erleiden - das widerspricht der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen von 1948. In Artikel 23 heißt es: „Jeder hat das Recht auf angemessene und befriedigende Arbeitsbedingungen.“ Nicht zuletzt deshalb ist der Arbeitsschutz auch im deutschen Grundgesetz verankert. „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“, lautet Artikel 2 (2). Was sich daraus für Rechtspflichten ergeben, regelt seit 1996 das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG).

Gesundheitsrisiken minimieren

Das ArbSchG soll sicherstellen, dass Arbeitnehmer bis zur Rente körperlich unversehrt bleiben. Arbeitgeber müssen erkennen, wo Unfallmöglichkeiten oder Gesundheitsgefahren lauern und Risiken minimieren – das reicht von der regelmäßigen Unterweisung der Mitarbeiter über Sicherheitseinrichtungen, Schutzausrüstungen und den Ergonomie-Bürostuhl bis hin zur richtigen Pausengestaltung. Es geht aber nicht nur darum, negative Auswirkungen zu verhindern. Das ArbSchG schreibt auch vor, dass der Arbeitgeber Arbeitszufriedenheit und soziales Wohlbefinden der Arbeitnehmer aktiv fördern muss.

Arbeitszufriedenheit fördern

Vor dem Hintergrund steigender Burn-out-Erkrankungen sind seit 2013 beispielsweise auch psychische Belastungen zu berücksichtigen. Das bedeutet für Arbeitgeber: Das Thema Arbeitssicherheit ist niemals abgehakt, braucht stattdessen ständige Aufmerksamkeit.
Besonders wichtig sind die Vorschriften bezüglich Personal, das mit dem Arbeitsschutz betraut ist. Die Pflicht, speziell dafür qualifizierte Fachkräfte zu beschäftigen, können Unternehmen erfüllen, indem sie eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (FaSi) und/oder einen eigenen Betriebsarzt einstellen. Es ist aber auch zulässig, dafür einen spezialisierten, überbetrieblichen Dienst zu beauftragen.
Was passiert, wenn ein Betrieb die Vorschriften nicht einhält? Dann wird es teuer, und es droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

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