Stabile Zahlen trotz Wandel bei Büro- und Wohnimmobilien

Der Immobilienmarkt nach dem Corona-Lockdown

Die Corona-Krise hinterließ deutliche Spuren in vielen Branchen – die Immobilienbranche scheint bislang nicht dazu gehören, so die Daten von FIABCI Deutschland und des Deutsche Anlage-Immobilien Verbunds (DAVE).

Nach Angaben des FIABCI Deutschland, dem Dachverband immobilienwirtschaftlicher Berufe, zieht der Wohnimmobilienmarkt derzeit wieder stark an. Nach wie vor existiere eine Wohnungsknappheit in den Ballungsräumen, da zu wenig neu gebaut wird. Gerade jetzt würden sich aber viele Menschen verändern. Das Homeoffice erfordere nicht mehr die Nähe zum Arbeitsplatz, wenn man zukünftig statt fünf Mal nur noch ein bis zwei Mal die Woche in die Firma fahren muss.

Das hat auch der Deutsche Anlage-Immobilien Verbund erkannt. Matthias Wirtz, DAVE-Partner KSK Immobilien, meint dazu: „Schon vor dem Shutdown war flexibles Arbeiten gefragt. Die Corona-Zeit hat den Trend beschleunigt, so dass das Thema jetzt bewusster und für alle nachvollziehbar ist, da wir in den letzten Wochen eine digitale Arbeitskultur bereits gelebt und erprobt haben. Dadurch ist grundsätzliches Nachdenken darüber, wie wir mit unserer Tätigkeit das beste Ergebnis erzielen, gefragt. Und das hat natürlich Auswirkungen auf die Büroimmobilie.“

Durch die veränderten Arbeitswelten und den Lockdown-bedingten größeren Fokus auf das eigene Umfeld, erhöht sich zudem die Nachfrage nach Wohnimmobilien. Auch Trennungsgründe spielen derzeit bei der erhöhten Nachfrage eine Rolle. Das bestätigen auch Zahlen des Immobilienportals immowelt und immonet. Demnach stiegen die Anfragen für Häuser im Mai 2020 um 49 Prozent über den Wert des Vorjahreszeitraums, Wohnungen wurden um 40 Prozent stärker angefragt. Kaufobjekte verzeichneten bei den Kontaktanfragen gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 47 Prozent, bei den Mietobjekten waren es 37 Prozent.

„Die Preise sind dabei absolut stabil, teilweise ist sogar ein leichter Anstieg zu verzeichnen, so Michael Heming, Präsident FIABCI Deutschland. „Wohnen ist und bleibt ein zentrales Thema für die Menschen. Das sieht man auch daran, dass, wenn das Zuhause passt, es häufig verschönert und optimiert wird, so dass Handwerker auf Monate ausgebucht sind.“

 

Quelle: Pressemitteilungen DAVE und FIABCI Deutschland

www.dave-net.de, www.fiabci.org

 

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