Tägliche Vor-Ort-Kontrollen für Anlagen aller Hersteller

Digitaler Aufzugwärter

Mit der Wartungslösung KONE 24/7 Connect können Aufzugbetreiber ihre Mitarbeiter von der sogenannten Inaugenscheinnahme entlasten: 24/7 Connect macht die bislang notwendigen täglichen Vor-Ort-Kontrollen der Aufzüge überflüssig, zu denen Betreiber rechtlich verpflichtet sind und für die sie eigenes Personal abstellen müssen. Dabei kann die Wartungslösung nun für Aufzugtypen aller Hersteller eingesetzt werden.

 

Mittels 24/7 Connect senden Aufzüge kontinuierlich technische Parameter in die Cloud. Dort werden die Daten mithilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet, um plötzliche Ausfälle der Anlagen zu vermeiden und ihre Zuverlässigkeit zu erhöhen.

Betreiberpflichten unkompliziert erfüllen
Bislang, so fordert es die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), müssen Aufzüge für den sicheren Betrieb täglich einer einfachen Funktionskontrolle nach dem Prinzip „Hören–Sehen–Fühlen–Riechen“ unterzogen werden. Dabei prüfen die sogenannten „beauftragten Personen“ unter anderem das Notrufsystem, die Kabinenbeleuchtung und den bündigen Halt der Kabine auf den Etagen, um Stolpergefahren zu erkennen.
Betreiber stehen damit vor einem erheblichen organisatorischen Aufwand: Sie müssen zuverlässige Personen auswählen, die vom TÜV oder anderen Prüforganisationen unterwiesen werden. Erst danach können die „beauftragten Personen“ die Aufzüge nach den Vorgaben der Technischen Regeln zur Betriebssicherheit (TRBS) 3121 prüfen, ungewöhnliche Vorkommnisse ans zuständige Wartungsunternehmen übermitteln und ihre Kontrollgänge dokumentieren. Alternativ können Betreiber ihr Wartungsunternehmen zusätzlich zur regulären Wartung mit der Inaugenscheinnahme beauftragen.

Detaillierte Kontrollen
Mit 24/7 Connect entfällt dieser Aufwand, da Fernüberwachung die Vor-Ort-Kontrollen ersetzt. Die einzige Ausnahme betrifft Aufzüge, die nur Schachttüren, aber keine Kabinentüren haben: Sie müssen weiterhin durch „beauftragte Personen“ vor Ort überprüft werden, um Schäden an den Schachtwänden auszuschließen.

Nicole Köster

nicole.koster@kone.com

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