Fünfte Digitalisierungsstudie von ZIA und EY Real Estate

Digitalisierung in der Immobilienwirtschaft

Bereits das fünfte Jahr in Folge erforschten ZIA und EY Real Estate den Digitalisierungsstand der Immobilienwirtschaft. Die Ergebnisse weisen auf einen deutlichen Fortschritt bei der digitalen Transformation hin, zeigen aber auch, dass noch viel Luft nach oben ist.

Wurden im ersten Jahr der Studie noch eine fehlende Digitalisierungsstrategie und Unkenntnis über Einsatzmöglichkeiten im Geschäftsmodell als größte Herausforderungen gesehen, so sind die heutigen Probleme mit Digitalisierung differenzierter geworden. Die Studienteilnehmer beklagen mangelnde Datenqualität sowie ein fehlendes Bewusstsein bzgl. der Unterscheidung zwischen IT und Digitalisierung. Nach wie vor die größten Schwierigkeiten stellen fehlende personelle Ressourcen und der Fachkräftemangel dar. Das sind die zehn Kernergebnisse der Studie im Detail:

 Die Ausgaben für Digitalisierungsmaßnahmen steigen weiter

27 Prozent der befragten Unternehmen investieren mehr als fünf Prozent ihres Umsatzes in Digitalisierung. 2018 lag der Anteil noch bei 14 Prozent.

Fast jedes zweite Unternehmen ist in der Etablierungsphase

45 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sie sich in der Etablierungsphase der digitalen Transformation befinden. Allerdings verorten sich noch immer 39 Prozent in der ersten Phase – der Entwicklung.

Das Management ist Treiber der digitalen Transformation

81 Prozent der Studienteilnehmer sehen die Verantwortung für die Erreichung der Digitalziele beim Management.

Property Management bietet größtes Potenzial für Digitalisierung

Rund ein Viertel der Befragten sieht hier die besten Möglichkeiten, um durch Digitalisierung zum Beispiel Kostensenkungen und Prozessverbesserungen zu erzielen. Viel Potenzial sehen die Studienteilnehmer auch in den Bereichen Asset und Facility Management.

Daten stehen im Fokus

98 Prozent der Befragten geben an, dass Digitalisierung zur Generierung nützlicher Daten und Informationen führt. Fast ebenso viele Teilnehmer sind von der Nützlichkeit der Digitalisierung für die Geschäftsprozessoptimierung bzw. -automatisierung überzeugt.

Kein ESG (Environmental, Social und Governance) ohne Digitalisierung

79 Prozent der Teilnehmer erwarten eine Reduktion des Energie- und Ressourceneinsatzes durch den Einsatz digitaler Technologien und Anwendungen.

Personalmangel ist das größte Hindernis

72 Prozent sehen die größte Herausforderung in den fehlenden personellen Ressourcen innerhalb der Unternehmen. Seit nunmehr fünf Jahren wird dieses Problem als größte Hürde bewertet.

IT-Infrastruktur mit Nachholbedarf

Nur 54 Prozent der Unternehmen verfolgen eine stringente IT-Strategie und sehen ihre IT-Infrastruktur als gut aufgestellt und damit gleichzeitig als Basis für die unternehmensinterne Digitalisierung.

Bereitschaft zur Datenkollaboration wächst

Während 2019 noch rund 51 Prozent der Befragten angaben, ihre Daten zur Mehrwertgenerierung mit Wettbewerbern teilen zu wollen, sehen in diesem Jahr bereits 59 Prozent Potenzial darin.

Transparenz als Grundlage für ESG-Strategien

Rund 93 Prozent der befragten Unternehmen sind sich einig, dass Datentransparenz die Chancen für eine erfolgreiche Integration von ESG-Kriterien erhöhen kann.

Quelle: Studie von ZIA und EY Real Estate

https://www.zia-deutschland.de/ und https://www.ey.com/de_de/real-estate-hospitality-construction

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