Der Fall DEG: Warum billig am Ende teuer werden kann

Energieversorger insolvent? Was Sie jetzt wissen müssen

Einige Immobilienverwalter dürften nach ihrer Rückkehr aus dem Weihnachtsurlaub unschöne Post vorgefunden haben: Kurz vor den Feiertagen hat die Deutsche Energie GmbH (DEG) die Belieferung ihrer Kunden mit Strom und Erdgas eingestellt. Liegenschaften, für die Lieferverträge mit der DEG bestanden, fielen damit automatisch in die Ersatzversorgung des örtlichen Grundversorgers – so sieht es der Gesetzgeber vor, damit keiner im Kalten oder im Dunklen sitzt, wenn ein Lieferant ausfällt.

Da die Ersatzversorgungstarife bekanntlich teuer sind, macht sich schnelles Handeln bezahlt: Um Mehrkosten bei Erdgas und Strom zu begrenzen, gilt es in einem solchen Fall, sich möglichst umgehend marktgerechte Konditionen bei einem anderen Versorger zu sichern. Innerhalb von sechs Wochen kommen Kunden ohne Leistungsmessung sogar rückwirkend wieder aus der Ersatzversorgung heraus.

 

Strom- und Gaspreise auf hohem Niveau

Während sich die Verwalter mit den Folgen der DEG-Insolvenz beschäftigen, kommt die Entwicklung für Branchenkenner indes nicht völlig überraschend. Die Börsenpreise für Erdgas und Strom haben im Verlauf des Jahres 2018 enorm angezogen: So handelte Gas in der Spitze im September 59 Prozent über dem niedrigsten Jahreswert vom Februar, bei Strom lag der Höchstpreis im September sogar um 72 Prozent über dem niedrigsten Wert vom Februar.

 

Spekulativer Preiskampf oft zum Nachteil der Kunden

Energieversorger, die jeden Preiskampf mitmachen und sich nicht gleichzeitig ausreichend und nachhaltig gegen die Marktrisiken absichern, betreiben Spekulation. Wenn die Preise an den Energiebörsen wie 2018 zu regelrechten Höhenflügen abheben, kann das schnell die Existenz gefährden. Denn die Versorger sind an langfristige Fixpreisvereinbarungen mit ihren Kunden gebunden und können die Preise während der Vertragsdauer nicht einfach anpassen. Wer die Abnahmemengen seiner Kunden nicht im Vorfeld über Termingeschäfte eingedeckt und Risiken nicht eingepreist hat, die beispielsweise durch witterungsbedingte Schwankungen bei den Abnahmemengen entstehen, muss in der Folge zu deutlich höheren Preisen einkaufen und kann dies nicht weitergeben. Die wirtschaftliche Stabilität des Energieversorgers ist irgendwann nicht mehr gegeben – und für den Energiekunden kann es am Ende trotz Fixpreisvereinbarung deutlich teurer werden. Weil er durch die Insolvenz des Anbieters in die Ersatzversorgung fällt. Aber vor allem auch deshalb, weil die Chance, die ein günstigeres Marktniveau in der Vergangenheit bot, möglicherweise verspielt ist und er sich bei einem deutlich höheren Marktpreisniveau vorzeitig einen neuen Versorger suchen muss. Das sollte das aktuelle Fallbeispiel lehren.

 

MONTANA hilft beim Wechsel

Unter 089 64165214 oder geschaeftskunden@montana-energie.de steht Verwaltern, die von der Insolvenz der DEG betroffen sind, ein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung. Wir beraten Sie gerne und erstellen Ihnen unmittelbar ein Angebot für Ihren Energiebedarf. Wir kümmern uns darum, dass Sie schnellstmöglich – soweit im Rahmen der gesetzlichen Fristen möglich auch rückwirkend – aus dem Ersatzversorgungstarif in einen der günstigen Tarife für die Wohnungswirtschaft von MONTANA wechseln können.

 

Linda Madir

madir@montana-energie.de

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