Erste Ansätze zur Erreichung der Klimaziele enthalten

Gebäudeenergiegesetz tritt am 1. November in Kraft

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) tritt am 1. November in Kraft. Das Gesetz kann als erster Schritt Richtung Erreichung der Klimaziele gesehen werden.

Das Gebäudeenergiegesetz vereinheitlicht die bisherigen Regelwerke Energieeinsparverordnung (EnEV), Energieeinspargesetz (EnEG) sowie das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) und schafft damit ein einheitliches Anforderungssystem, in dem Energieeffizienz und erneuerbare Energien integriert sind. Zudem werden damit das Energieeinsparrecht für Gebäude entbürokratisiert und vereinfacht sowie die EU-Gebäuderichtlinie umgesetzt.

Einbauverbot für Ölheizungen ab 2026
Mit dem GEG soll unter anderem der Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden erleichtert werden. So finden gebäudenah erzeugte Photovoltaik und Biomethan künftig als Option für die Erfüllung der energetischen Standards stärkere Berücksichtigung. Für Ölheizungen gibt es ab dem Jahr 2026 ein Einbauverbot. Zudem dürfen Ölheizkessel, die im Jahr 1991 oder später eingebaut wurden, nur 30 Jahre lang und ältere Modelle gar nicht mehr betrieben werden.

Ausnahmen dieses Verbots gelten, wenn ein Haus weder mit Fernwärme noch mit Gas versorgt und die Heizung auch nicht aus erneuerbaren Energien betrieben werden kann. Für das Ersetzen von Ölheizungen durch klimafreundlichere Modelle, ist eine Austauschprämie für bis zu 40 Prozent der Investitionskosten plus die Absetzung von der Steuer geplant.

Steuerliche Hemmnisse bei Photovoltaik
Mit dem GEG wurde der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit erfüllt. Nachbesserungsbedarf gibt es bei den steuerlichen Hemmnissen, die den Möglichkeiten zur gebäudenahen Erzeugung von erneuerbaren Energien aus Photovoltaik gegenüberstehen.

Verena Leonhardt
bvi-verwalter.de

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